- Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen (wackeligen) Beziehungen.
- Diese kann zu wiederholten, emotionalen Krisen führen, d.h., die "Borderliner" geraten in eine Spaltung von Schwarz und Weiß (Gut und Böse). Für sie ist es typisch, die Menschen, die ihnen nahe stehen (Familie, Verwandte, Freunde etc.), zu verschiedenen Zeiten als zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten wahrzunehmen. So können sie ein und denselben Menschen an einem Tag extrem vergöttern, bzw. als Idol darstellen, und ihn an einem anderen Tag hassen, bzw. völlig verachten.
- Impulsivität oder Unberechenbarkeit in mindestens zwei Bereichen, die potentiell Selbstschädigend sind.
- Dies drückt sich aus, z.B. durch:
süchtiges Essen / Fressattacken (z.B. Bulimie, Adipositas)
oder umgekehrt, exzessives Hungern (z.B. Anorexie)
beim Geld ausgeben
rücksichtsloses Fahren
Suchtmittelmissbrauch
im Sexualverhalten
Das Gewissen der Borderline- Persönlichkeiten funktioniert oft nur beschränkt, dieses wirkt sich so aus, dass sie häufig Werte und Regeln ignorieren. Darunter sind u.a. Betrug, Diebstahl und kriminelle Delikte zu verstehen. - Instabilität im affektiven Bereich.
- Das heißt, radikale Stimmungsschwankungen, wie z.B. freundlich, unfreundlich, unbeschwert und deprimiert, ausgeglichen und panisch ängstlich, ruhig und reizbar, impulsiv und spannungsgeladen. Aus Angst vor Langeweile gestalten sie ihren Alltag und Urlaub oft besonders farbig und originell. Ihre Beherrschung und Selbstkontrolle kann aussetzen.
Diese oben genannten Zustände dauern für gewöhnlich einige Stunden, in seltenen Fällen länger als einige Tage. - Unkontrollierte Wutausbrüche bzw. die Unfähigkeit sie zu kontrollieren.
- Die Wutausbrüche bei "Borderlinern" entstehen manchmal aus dem Nichts, manchmal aus einem Affektstau (Gefühlsstau) heraus.
Den Zorn richten sie häufig auf Menschen, die ihnen am Nächsten stehen, z.B. Ehepartner, Kinder, Eltern. Je nachdem, welche Faktoren zu Grunde liegen, kann dieser Zorn auch ein Hilferuf für eine Erprobung der Treue oder Angst vor Intimität ausdrücken. - Selbstverletzende Verhaltensweisen und wiederholte Suiziddrohungen, bzw. Andeutungen.
- Die Borderline- Persönlichkeiten versuchen durch Suiziddrohungen, bzw. Andeutungen ihre überwältigenden Depressionen oder Hilflosigkeit widerzuspiegeln. Oft werden diese Drohungen auch angewendet um die Mitmenschen zu manipulieren, d.h., ihren Schmerz und die Bitte nach Hilfe mitzuteilen. Wenn diese Drohungen gewohnheitsmäßig wiederholt werden, erreichen sie das genaue Gegenteil: die Mitmenschen haben genug und ignorieren dieses Verhalten. Das kann zu immer ernsteren Versuchen führen.
Die Selbstverstümmlung erfüllt oft mehrere Zwecke, und können mit der Zeit auch zu richtigen "Ritualen" werden. Rasierklingen, Messer, Scheren, Fingernägel, Glasscherben und glühende Zigaretten zählen zu den gebräuchlichsten "Werkzeugen". (siehe auch .:SVV:.)
Schaden entsteht auch durch den exzessiven (maßlosen) Gebrauch von Drogen. - Das Fehlen eines klaren Identitätsgefühls. Gleichgültigkeit dem eigenen Ich, der eigenen Persönlichkeit gegenüber.
- Das Borderline- Syndrom weist Mangel an Selbstliebe und Selbstrespekt auf. Ferner tritt eine ständige Überprüfung der Selbstsicherheit auf.
Die Identitätsstörung ist in Form von Unsicherheit in mindestens zwei der folgenden Lebensbereichen zu finden:
dem Selbstbild
der sexuellen Orientierung
dem langfristigen Zielen oder Berufswünschen
Art als Freund, bzw. Partner
Persönliche Wertvorstellungen
- Chronisches Gefühl von Leere und Langeweile.
- Da der Borderline-Persönlichkeit eine Grundidentität fehlt, fühlt sie schmerzliche Einsamkeit. Um diese Leere ( "Löcher") zu füllen, sucht sie nach Möglichkeiten, die wie folgt aussehen können:
impulsive Unternehmungen
destruktive Handlungen
(Diese Suche kann aber auch in enttäuschenden Beziehungen enden.)
Falls sie keine der o.g. Möglichkeiten erkennen können, füllen die "Borderliner" ihre Leere mit Zornesausbrüchen, Stimmungsschwankungen und selbstschädigender Impulsivität (z.B. Drogenmissbrauch). - Verzweifelte Bemühungen, die reale oder eingebildete Angst vor dem Verlassenwerden, zu verhindern.
- Ein zeitweiliges Alleinsein erfährt ein "Borderliner" oft als immerwährende Isolation. Der Betroffene hat eine (begründete oder eingebildete) Angst, den für ihn wichtigsten Menschen zu verlieren, bzw. von diesem Verlassen zu werden.
Auf Grund dessen entstehen bei der Borderline-Persönlichkeit mitunter starke Depressionen.
Das Alleinsein ertragen zu müssen, fällt den Betroffenen schwer und sie "stürzen" sich in die körperliche Gegenwart anderer ( z.B. besuchen Single- Bars oder andere belebte Orte). - Streßabhängige paranoide Phantasien oder schwere dissoziative Symptome
- In schwierigen, unerträglichen Situationen gelangen Borderliner gelegentlich in „dissoziative“ hypnoseähnliche Zustände, oder leiden auch an psychotischen Störungen. Das können Störungen der Körperwahrnehmung sein, Wahrnehmungs- und Denkstörungen (im Konfliktbereich) oder auch pseudo-halluzinatorische Erlebnisse.
Diese treten meist als Folge emotionaler Erregung auf und gehen, auch ohne Behandlung, in der Regel nach wenigen Stunden oder Tagen vorüber. Die Borderlinepersönlichkeiten erleben diese Episoden als ich-dyston (ich-fremd).
Borderline » Symptome
Wenn 5 der folgenden Symptome auftreten, kann man von einer Borderlinestörung ausgehen. Es müssen natürlich nicht immer alle Symptome in Erscheinung treten, auch sind sie mal stärker und mal schwächer ausgeprägt...